Warum Google den Feedreader entgegen der Proteste quasi aller Nutzer schließt

 
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Seit dem 1. Juli ist der Google RSS-Feed Reader offiziell geschlossen. Dem voran gegangen war gefühlt ein Jahr von Diskussionen der Reader-Nutzer, warum ein so sinnvolles und praktisches Tool geschlossen werden sollte.

Jetzt muss man sich mal die Ausgangsbasis vor Augen halten:

  1. Google leistet sich einen eigenen Flughafen – an den Betriebskosten kann es also nicht gelegen haben, warum der Reader geschlossen wurde.
  2. Google will Produkte bauen, die Menschen in ihrem Leben helfen – und obwohl der Reader erwiesenermaßen dem Einen oder Anderen geholfen hat, wurde er geschlossen.
  3. Google hat für die Schließung viel negative Presse erhalten – und die Schließung dennoch vorangetrieben und abgeschlossen.

Warum?

Meine Vermutung: Google will Produkte bauen, die das Profil, das es über den einzelnen Nutzer pflegt, mit sinnvollen Daten bereichert. 

An sich logisch. Denn Fakt ist: Google verdient mit keinem Produkt so viel Geld wie mit Google Adwords. Und Google Adwords wird besser (und damit gewinnträchtiger), wenn die Datensätze der einzelnen Nutzer besser werden.

Im Ergebnis ist es also so: Google hat genug Geld um jede Menge Produkte auszuprobieren. Aber der Massstab für den Erfolg eines Produkts bei Google ist nicht die erreichte Nutzer-Basis, sondern letztlich die Menge und Qualität an Nutzer-Daten, die das Produkt für Adwords generieren kann. Denn jedes Produkt, das nicht erfolgreich im Sinne dieses Massstabs ist, lenkt letztlich intern nur ab.

Darüber hinaus gilt: fail fast, fail often. Und so werden dann reihenweise Produkte geschlossen, auch wenn sie eine treue Nutzer-Basis haben deren Leben dadurch verbessert wird.

Dieser Gedanke ist nicht final. Bei zukünftigem Produkt-Entscheidungen werde ich wieder darauf zurück kommen und anhand dieser Logik überprüfen.

Nachtrag: warum trägt der RSS-Reader keine sinnvollen Daten bei? Weil Google sowieso weiß, was die Leute lesen, weil auf praktisch jeder Seite Google Analytics läuft. Google braucht keinen Reader um das Leseverhalten der Nutzer zu profilieren.

Is Facebook Graph Search a Google Search killer?

 
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Facebook Graph Search a Google Search killer?
No, because Facebook Graph Search (FGS) goes only through the, well, social graph. In some cases it might refer people to some Bing results, but from what I’ve read so far that will be a comparably rare case.

Facebook wants people to stay on site, while Google (Search) — ultimately — wants people to leave the site as fast as possible with the best possible result waiting at the other end.

I think FGS has been hugely over-estimated today: most media seem to have understood that FGS is something like a real search-engine, where it is really just an improved way to finally find some information on Facebook itself. If Facebook really would want to build a web-wide search-engine, they would not have improved their partnership with Bing, right?

The ultimate goal?
To answer the other question: No, I don’t think it is the ultimate goal. Facebook is in the business of gathering data about their users to be able to target ads better and sells ad-slots at higher prices.

Google is in the business of gathering data about the web itself and analyzing those data in order to make people come back to their site because these people find what they want to find. (Obviously, Google also tries to gather data from other location, such as Google+, to also target ads better).

In general, you see, Facebook and Google have different business models even though they seem to be the same at the first look. That’s why Facebook will never try to build a comparable search-engine like the one Google operates.